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BauHerrnHilfe.de - Die Baufibel - Die Kellerdecke

 

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 Bauübergabe - Bau-Endabnahme

Der Architekt (Fachingenieur) prüft die ausgeführten Arbeiten, die er am Ende der gesamten Baumaßnahme mit dem Bauherrn abrechnet. In der nachfolgenden Auflistung werden die jeweils abgenommenen Leistungen aller Unternehmen (Gewerke) aufgezählt:

 

1. Firma, Gewerk, Bauleistung

 

2. Auftragssumme (lt. Projekt, Leistungsverzeichnis + Preise)

 

3. Abrechnungssumme (zzgl. Aufmaß und Nachweis für unvorhergesehene Leistungen)

 

4. Abschlagszahlungen (z.B. nach Zwischenabnahmen, nach Aufmaß)

 

5. Restbetrag

 

6. Sicherheitsbetrag einbehalten (zur Mängelbeseitigung; ca. 3 % der Abrechnungssumme)

 

7. Restbeträge für einzelne Gewerke, falls Mängel vorhanden sind, einbehalten.

 

Am Ende aller Aufstellungen hat der Bauherr einen sehr guten Überblick über die vor Baubeginn veranschlagten Arbeiten bzw. Kosten und die tatsächlich ausgeführten Arbeiten bzw. deren Kosten zum Abschluss der Bauarbeiten. Diese kann er dann gut miteinander vergleichen. Darüber hinaus weiß er, was er bezahlt hat und was noch an Sicherheiten und Restbeträgen offen ist.

Hier können Sie eine solche
Aufstellung im Exel-Format bestellen

 

Abnahme durch den Bauherrn
 

Die technische Abnahme sollte durch Hinzuziehen von Fachingenieuren (Bauleiter etc.) erfolgen, so dass der Bauherr zum Abschluss der Arbeiten insgesamt eine geringere Mängelliste erhält.
 

Beachte: Die rechtsverbindliche Abnahme darf nur der Bauherr vollziehen. Entweder er weist die Schlussrechnung an den Unternehmer an oder er bezieht das Objekt.
 

Hat der Bauherr eine förmliche Abnahme vereinbart, was in jedem Fall zu empfehlen ist, so wird in einer gemeinsamen Abschluss-Begehung aller beteiligten Personen (Auftraggeber, Auftragnehmer, Architekt, Fachingenieure) ein Protokoll angefertigt, wo alle Mängel und deren Beseitigungstermine aufgelistet sind. Das Protokoll ist von allen Beteiligten zu unterzeichnen. Etwaige Vorbehalte, wie z.B. Vertragsstrafen bei Nichtbeseitigung von Mängeln in der vereinbarten Frist, können hier festgehalten werden. Mit der Abnahme beginnen auch die Gewährleistungsfristen (i.d.R. zwei Jahre).
 

Beachte: Nach der Abnahme ändert sich die Beweislast. Hat der Bauherr die Arbeiten abgenommen, so muss er jetzt beweisen, dass es sich um Gewährleistungsmängel (siehe Protokoll) handelt.
 

Ganz am Schluss übergibt der Architekt dem Bauherrn die so genannte Dokumentation, worin sich alle Unterlagen (Pläne, Zeichnungen, Rechnungen etc.) befinden sollten. Diese Dokumentation muss der Bauherr sehr gut aufbewahren!
 

 

Weitere Infos und Baubegriffe  finden Sie auch in unserem
 Baulexikon

 

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Geschossdecken haben in einem Gebäude vor allem zwei wichtige Aufgaben zu erfüllen. Neben der tragenden Funktion besitzen sie wie auch die Außenwände eine immense statische Bedeutung (z.B. Lastabtragung und Aussteifung). Darüber hinaus bewirken sie als raumbegrenzende Bauteile eine optische, akustische, wärme- und brandschutztechnische Trennung der einzelnen Geschossebenen.

Das Material der Decken beeinflusst obendrein in starkem Maße das Raumklima. Die richtige Materialauswahl ist somit für das spätere Wohlbefinden im Gebäude von großer Bedeutung. Früher wurden Geschossdecken überwiegend als Holzbalkendecken ausgebildet. Im Kellerbereich kamen insbesondere Kappendecken (sehr verbreitet ist z.B. die "Preußische Kappe") oder auch Gewölbedecken aus Naturstein bzw. Ziegel zur Anwendung.

Eine Vielzahl von Deckenkonstruktionen im Angebot

Heutzutage steht der Bauherr, wie bei fast allen anderen Bauteilen auch, sozusagen vor der Qual der Wahl. Ein reichhaltiges Sortiment an Deckenkonstruktionen kann die richtige Entscheidung hin und wider schon erschweren. Der Unterschied tritt meistens über die Wahl der verwendeten Baustoffe hervor. Prüfen Sie bitte die Angebote, die es gibt. Ein Preis/Leistungsvergleich ist immer die beste Herangehensweise. Zur besseren Entscheidungsfindung nachfolgend einige Anregungen:

Die Stahlbeton-Decke

Der Bauexperte unterscheidet Decken am Bau nach statischen Gesichtspunkten. Da gibt es beispielsweise die Balkendecke, wo die einzelnen Balken die Last tragen. Hingegen die Plattendecke eher ein Flächentragwerk bildet, in dem die Belastung seitwärts über die gesamte Fläche hin zu einer tragenden Wand geleitet wird. Das Prinzip ist nahezu immer gleich. Weitere typische Deckensysteme aus Stahlbeton sind:

- die Rippendecke

- die Vollplattendecke

- die Hohlplattendecke sowie

- die Füllkörperdecke.

Die Porenbeton-Decke

Sie gehört zur Kategorie der Balkendecke, obwohl sie aus einzelnen, vorgefertigten Platten besteht. Jede Platte trägt aber die Last wie ein Balken. Die einzelnen Platten werden vorgefertigt angeliefert und auf der Baustelle mittels Hebezeug verlegt. Hier ist lediglich eine rechtzeitige Bestellung (Lieferfrist) zu beachten.

Die Leichtbeton-Decke

Hier soll beispielsweise die Blähton-Massivdecke erwähnt werden. Sie zeichnet sich durch eine gute Wärmedämmung und Atmungsfähigkeit aus. Eine passgenaue Fertigung im Werk sorgt für eine gleichbleibende Qualität. Die Deckenplatten sind nach der Verlegung sofort tragfähig und begehbar. Gut geeignet für Fertigkeller in Verbindung mit Blähton-Massivwänden. Leichtbeton-Decken gibt es auch als Stegdielen-, Hohlkörper- und Rippendecken.

Die Ziegel-Decke

Die Decke aus Ziegelelementen vereint logischerweise alle Vorteile, die der Baustoff Ziegel mit sich bringt. Man unterscheidet die Ziegel-Elementdecke und die Ziegel-Einhängedecke. Erstere wird gern als Fertigteildecke im Wohnungsbau eingesetzt. Sie rationalisiert und beschleunigt vor allem den Bauablauf. Die Ziegel-Einhängedecke besteht aus den in Ziegelschalen einbetonierten Ziegelgitterträgern, dem so genannten Einhängeziegel, und dem bauseits aufzubringenden Betonverguss.

Weitere Tipps und Ratschläge

Der Vorteil von Fertigteil-Decken, egal welchen Couleurs, liegt in der schnellen Montage, Reduzierung der Schalungsarbeiten, sofortigen Begehbarkeit und Tragfähigkeit, was dem Baufortschritt zu Gute kommt.

Ein ganz wichtiger Aspekt bei der Herstellung von Geschossdecken ist die Anordnung von Ringankern. Sie haben u.a. die Aufgabe, Querkräfte (Zugkräfte), die durch Winddruck oder Windsog entstehen, aufzunehmen. Hierbei entsteht eine kraftschlüssige Verbindung zwischen allen tragenden Bauteilen. So ein Ringanker muss bei mehrgeschossigen Gebäuden in jeder Deckenlage angeordnet werden. Es versteht sich von selbst, dass hierbei besonders sorgfältiges Arbeiten angesagt ist.

Auch dürfen Leerrohre und Aussparungen, für später zu verlegende Versorgungsleitungen (Strom, Lüftungsschächte usw.), nicht vergessen werden. Sinnvoll wäre außerdem, dass, bevor die Kellerdecke fertiggestellt wird, große, sperrige Geräte, wie z.B. Öltanks oder Heizkessel, bereits in das Kellergeschoss befördert werden, weil später der Transport durch das Gebäude unter Umständen Probleme bereiten könnte.

Ein weiterer Punkt, der gerade bei Decken über nicht beheizten bzw. temperierten Kellern zu beachten ist, ist die Problematik der so genannten "Fußkälte". Durch eine differenzierte Wärmedämmung, z.B. an der Unterseite der Decke, kann dieses Problem relativ leicht behoben werden.

Wenn Sie all die aufgezählten Punkte beachtet haben, dürfte Ihr Keller im Rohbau nahezu vollendet sein. Eventuell können diverse Anschlüsse (Strom, Wasser etc.) bereits fertiggestellt werden.

 

 

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