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BauHerrnHilfe.de - Die Baufibel - Der Bodenbelag

Die Nutzung bestimmt die Wahl des Fußbodenbelags

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 Der Boden bestimmt vielfach die Gemütlichkeit eines Hauses aber auch die Reinigungsintensität!

 

Wo welchen Fußbodenbelag?

 

Weder Geld noch Geschmack beeinflussen die Wahl des Bodenbelags (Teppichböden, PVC-Beläge, Holz, Kork, Fliesen oder Natursteinbeläge) so entscheidend wie die Beanspruchung. Denken Sie bei der Suche des richtigen Belags auch an die Reinigungsmöglichkeit, damit Sie später nach dem Einbau keine böse Überraschung erleben müssen. Unter Beachtung dieser beiden Kriterien steht Ihnen immer noch ein vielfältiges Angebot an Bodenbelägen zur Verfügung, das es nun auszuwählen gilt.

 

Systematisch Etage für Etage, Raum für Raum planen
 

Betrachten wir das Haus einmal so, als wären wir zu Besuch, nur, dass wir uns dabei auf den Bodenbelag konzentrieren. Beginnen wir mit dem Eingangsbereich (Diele, Treppenhaus, Garderobe, Besuchertoilette etc.):
 

Der Eingang, so zusagen der erste Eindruck, den ein Gast vom Haus mitnimmt, sollte schon großzügig und geschmackvoll, aber vor allem auch robust und pflegeleicht ausgelegt sein, da er leicht mit Schmutz wie Sand- und Laubanteilen sowie mit Feuchtigkeit in Berührung kommt. Trotz Fußabtreter und Fußmatte kann man kaum verhindern, dass Schmutz von Straße und Garten hineingetragen wird. Vorstellbare Beläge wären hier z.B.: Kunststoff und Linoleum, aber auch Keramik und Naturwerkstein.

 

Setzen wir unseren kleinen Rundgang fort, so gelangen wir ins Wohnzimmer (Eßzimmer usw.):
 

Das Wohnzimmer soll vor allem zum Wohlfühlen sein, so dass ein Parkettfußboden, egal in welcher Form, schon angemessen erscheint. Auf diesem Parkett kann dann Teppichware für eine angenehme Fußwärme sorgen. Es würde sicher den Rahmen sprengen, würde der Verfasser sich über alle Parkettformen auslassen. Dafür ist das Angebot einfach zu vielfältig. Angefangen vom Material (vor allem Harthölzer), bis hin zu den Verlegemustern (z.B. Fischgrät oder Schiffsverband), es ist fast alles denkbar. Es kann als Stab-, Mosaik- oder Fertigparkett verlegt werden. Vergleichen Sie ganz einfach die Angebote am Markt, dann werden Sie garantiert das Passende finden. Natürlich wäre auch ein Teppichboden für das Wohnzimmer vorstellbar. Auch hier gibt es ein nahezu unbegrenztes Angebot. Geht vom Wohnzimmer ein Balkon oder eine Terrasse aus, sollte selbstverständlich eine schmutzdämmende Eingangslösung vorgesehen werden.

 

Vom Wohnzimmer gehen wir in die Küche (Hausarbeitsraum):
 

Bei der Küche gibt es eigentlich klare Vorgaben, wie der Bodenbelag beschaffen sein sollte. Zu favorisieren sind hier sicher keramische Fliesen oder Natursteinplatten. Aber auch Linoleum oder Korkplatten wären durchaus vorstellbar. Der Küchenboden muss, egal welcher Belag verlegt wird, strapazierfähig und pflegeleicht sein. Es wäre sinnvoll, die Kücheneinrichtung als Ganzes zu betrachten. Vom Boden angefangen, über die Wandfliesen bis hin zu den Küchenmöbeln samt Technik sollte eine gesunde Synthese (Material und Farbe) gefunden werden. Auch hier wird Ihnen der Fachmann sehr gern unter die Arme greifen!

 

Gehen wir weiter, so kommen wir in das Kinderzimmer:
 

Die Belastung des Bodenbelags im Kinderzimmer ist vor allem vom Alter der Kinder (oder des Kindes) abhängig. Befinden sie sich noch im so genannten Rutschalter oder sind sie schon darüber hinweg. Wenn Sie einen pflegeleichten und strapazierfähigen Bodenbelag wählen, können sie eigentlich nicht viel falsch machen. Es kommen daher fast alle Bodenbeläge in Betracht. Angefangen vom Teppichbelag, über Parkett bis hin zum Linoleum. Hier sollte insbesondere auf das Preis-Leistungsverhältnis geachtet werden. Ein Belagsaustausch nach wenigen Jahren wäre hier am ehesten denkbar, wenn die Kinder älter werden.

 

 

Über die Kellertreppe gelangen wir in das Kellergeschoss:
 

Da die Kellertreppe mit Naturwerksteinstufen (o.ä.) ausgebildet wurde, sollte gerade der Übergangsbereich, am Anfang und am Ende der Treppe, ohne Stolpergefahr (z.B. Bodenbleche) realisiert werden. Für den Kellergang reicht ein pflegeleichter Belag (Linoleum etc.) aus. Der Bodenbelag für die Kellerräume ist natürlich wieder von der jeweiligen Nutzung abhängig. Da wir es heutzutage eher mit einem Nutzkeller zu tun haben, gibt es selbstverständlich unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten. Im Heizungskeller, Weinkeller, Werkzeug- und Geräteraum bzw. Raum für Waschen und Trocknen ist ein abriebfester Verbundestrich mit Schutzanstrich eigentlich vollkommen ausreichend. Für Hobby- und Arbeitsraum kann sowohl ein Textil- als auch Kunststoffbelag geplant werden.

 

Verlassen wir das Kellergeschoss über die beiden Treppen, so gelangen wir in das Obergeschoss:
 

Im Obergeschoss finden wir im Anschlussbereich der Treppe, die wir mit Holzstufen o.ä. ausgekleidet hatten, einen verklebten Spannteppichbelag. Von hier kommen wir ins Bad. Das Bad ist wie die Küche sozusagen Belagstechnik vorbestimmt. Es bietet sich an, die gesamte Badausstattung als Einheit zu betrachten, so dass am Ende ein abgestimmtes Bild zwischen Boden- und Wandfliesen und Sanitärkeramik entsteht. Vom Bad gelangen wir in die Schlafzimmer und das Gästezimmer.

Für diese Zimmer sieht der Autor vorzugsweise Teppichboden vor, natürlich sind auch Kunststoffbeläge, Parkett oder Laminat o.ä. möglich. Achtung Allergiker!

Zum Ende des kleinen Rundganges verlassen wir das Gebäude mit einem sehr guten Eindruck bezüglich der gewählten Bodenbeläge. Alle bestimmenden Kriterien wurden eingehalten. Bei normaler Wartung und Pflege sollten Sie über viele Jahre (je nach Belag zwischen 10 und 50 Jahren) hinweg Freude an ihren Bodenbelägen haben. Über die jeweiligen Verlegetechniken wird Sie der Fachhandel sehr gern informieren! Im Zusammenhang mit dem Kapitel Estricharbeiten dürfte es insgesamt keine Probleme geben.

 

 

 


 

Weitere Infos und Baubegriffe  finden Sie auch in unserem
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